Wilde Malve

WILDE MALVE

Malva silvestris L.

Wenn wir einmal ans Schwarze Meer kommen, können wir dort hin und wieder bei alten Häusern baumhohe Malven finden. Man kann es kaum glauben, dass das wirklich nur Malven sind. Sie haben unzählige lustige Farben und viele große Blüten. Es gibt auf unserer Erdhalbkugel etwa dreißig verschiedene Malvenarten.

Wir sammeln von den bei uns beheimateten sechs Arten hauptsächlich die Wilde Malve. Sie wächst überall, ja sogar auf jedem Schutthaufen, wenn sich nur ein wenig Raum für ein Samenkorn findet. Sie besitzt tief rosarote, mit dunklen Streifen gezeichnete Blütenblätter. Überall weiß man von ihr, dass sie uns bei kleineren Beschwerden, etwa bei leichtem Husten oder bei Magen- und Darmkatarrh hilft.

In erster Linie wird diese Pflanze in der pharmazeutischen Industrie verwertet. Allerdings nur die Blüten, die wir um die Mittagsstunden mit dem Blütenkelch, aber ohne Stängel, sammeln und rasch in dünnen Schichten am Ofen trocknen müssen. Alle Blüten werden dann violett bis dunkelblau.

Von einer anderen Art, der Wegmalve oder Käsepappel, sammeln wir außerdem noch die Blätter. Diese beiden Arten sind leicht zu unterscheiden, denn die Blüten der Wegmalve sind blassrosa und kleiner. Wir sammeln die Blätter mit den Stängeln. Beide Arten müssen aber getrennt gehalten werden, und ihre Blätter dürfen wir nicht vermischen. Auch hier sammeln wir in der Mittagszeit.

Bei uns wächst noch eine sehr schöne Malve, die wir Rosenmalve oder Stockrose nennen. Diese wird ein bis drei Meter hoch. Ihre verschiedenfarbigen Blüten, die so groß wie die der Heckenrose sind, wirken beinahe künstlich. Sie können rosa, rot, weiß, gelb, braun, sogar schwärzlich gefärbt sein.

Erntegut: Blüten mit Kelch

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