Naturinsel Friedenshöhe

 

Natürliche Hilfe durch Heilkräuter und altbewährte Hausmittel

Erfahrungsschatz aus alten Kräuterbüchern

Seit Urzeiten hat die Menschheit bei verschiedensten Heilung und Linderung bei Kräutern gesucht. Auf der Suche nach pflanzlicher Nahrung lernte schon der vorgeschichtliche Mensch die besondere Wirkung gewisser Kräuter kennen. Er fand heraus, wie er sie auch in Krankheitsfällen anwenden konnte.

Menschen machten auch Bekanntschaft mit giftigen Gewächsen, „bösen Pflanzen“, die man für gewöhnlich mied. Zugleich fand man aber, dass manche von ihnen in geringer Dosierung eine schmerzlindernde Wirkung ausübten. Die Menschen der Urzeit beobachteten wohl auch an den Tieren ihrer Umgebung die Wirkung gewisser Gewächse und zogen daraus ihre Lehren. Auf diese Weise sammelte sich im Volk ein Schatz an Kenntnissen, der sich von Generation zu Generation weiter vererbte. Dieser Erfahrungsschatz wurde dabei stetig durch neue Erfahrungen bereichert.

Erst spät setzte die Betrachtung der Pflanzen lediglich um ihrer selbst willen ein. Als Anfang einer wissenschaftlichen Pflanzenkunde – der Botanik – war diese viele Jahrhunderte hindurch bis weit in die Neuzeit hinein nur ein Zweig der Heilkunde. Arzt und Botaniker waren dieselbe Person. Heute haben die Kräuter ihre herrschende Rolle als Heilmittel ausgespielt. Zumindest in der wissenschaftlichen Medizin sie sind vielfach von chemischen Mitteln verdrängt worden. Zwar muss man zugeben, dass vielfach die reinen, chemischen Stoffe sicherer wirken und dass sie auch einfacher in der Anwendung sind. Natürlich wäre es unangebracht und sinnlos, alle Erkrankungen nur durch die Anwendung von Heilkräutern zu behandeln. Aber ebenso ist es gewiss unangebracht, unsere alten heimischen Arzneipflanzen samt und sonders als altmodisch und wirkungslos abzutun. Hat doch manches Kräutlein das Vertrauen gerechtfertigt, das kranke Menschen hinein hineingesetzt haben.

Auf diesen Seiten soll die Weisheit alter Kräuterbücher wieder allgemein zugänglich gemacht werden.

Wer also Vertrauen zu diesen alten Pflanzen hat, oder nach Hilfen für die kleinen Unpässlichkeiten des Alltags sucht, der wird hier bestimmt fündig. Zur Selbstdiagnose oder Behandlung sind die Hinweise jedoch nicht geeignet. Krankheiten gehören auf jeden Fall in die Hand des Arztes.

Die große Mehrzahl der in den alten Kräuterbüchern angegebenen Heilanwendungen ist inzwischen völlig vergessen. In vielen Fällen ist dies auch gut so. Doch würde es sich vielleicht lohnen, wenn auch von ärztlicher Seite wieder näher darauf eingegangen würde.

Waldmeister
WALDMEISTER Asperula odorata L. Maikraut, Möschkraut, Meusch- und Gliedkraut wird der Waldmeister im Volksmund genannt. Man trifft ihn am häufigsten
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Zum Gebrauch von Kräutern

Zitat aus einem alten Kräuterbuch: „Wie die hoch berühmten Kräuter gebraucht werden sollen, da ist viel dran gelegen. Nicht gleich ist einer ein Arzt, nur weil er ein Kräuterbuch hat.“

Die richtige Zeit zum Kräuter Sammeln

Kräuter müssen zu rechter Zeit eingesammelt werden, um ihre Wirkungskraft zu haben. Man sollte nur bei schönem Wetter sammeln, wenn der Himmel klar ist, vorzugsweise morgens. Bei Regen oder im Nebel gesammelt, enthalten sie weniger pflanzliche Wirkstoffe wie beispielsweise ätherische Öle. Auch werden sie dann leicht moderig oder schimmelig.

Manche Kräuter werden in jungem Stadium gesammelt, andere wenn sie blühen, andere wenn sie Samen bilden. Blüten sollten gesammelt werden, bevor sie abfallen, und Früchte, wenn sie reif sind, aber noch nicht von selber abfallen. Samen sammelt man, wenn sie dürr werden oder noch nicht springen oder reißen. Auch Saft kann man sammeln und ausdrücken, wenn die Kräuter noch grün und saftig sind.

Wie man die Kräuter aufbewahren soll

Zunächst sollten gesammelte Kräuter von Erdreich gereinigt werden. Dann bewahrt man sie an einem luftigen, schattigen Ort zum Trocknen auf. Man kann die Kräuter zu Sträußen bündeln und an die Wand hängen. Andere streifen die Blätter ab und geben sie in einen luftdurchlässigen Stoffbeutel. Noch eine andere Möglichkeit besteht darin, das Pflanzenmaterial auf einer durchlässigen Unterlage auszubreiten, zum Beispiel auf einem Drahtgitter oder in einem geflochtenen Korb.