Echter Erdrauch

Echter Erdrauch

Fumaria officinalis L.

Die Blättchen dieser Pflanze sehen gewöhnlich aus, als hätte der Regen ihre Farbe  abgewaschen. Rauchfarben schimmert ihr Grün, und wie -vom Rauch oder Nebel verhüllt, wirken auch ihre vielen rosa Blüten mit den dunkler getönten Spitzen. Darum nennen wir die Pflanze Erdrauch. Ihr lateinischer Name lautet Fumaria, er kommt von ,,fumus“ , ,,Rauch“. Man bezeichnet sie auch als wilde Raute oder Freierskraut.

Hauptsächlich um das Mittelländische Meer herum gibt es an fünfzig Arten von Erdrauch, von denen manche in den Meeresgegenden die gleichen Heilstoffe wie unsere Raute enthalten. Der Erdrauch ist auf nahezu allen Böden anzutreffen. Nur im Walde finden wir ihn nicht, da er viel Licht braucht. Mit Vorliebe wächst er in Korn- und Kohlfeldern. Besonders in schütterem Getreide gedeiht er gut, weil er da mehr Platz hat. Trotzdem entzieht er dem Getreide kaum Nahrung. Auch auf Schutthaufen und in Gärten breitet er sich aus. Wenn es ihm gelingt, etwas Platz zu erobern, bevor ihn die anderen Pflanzen verdrängen können, wächst er in solchen Mengen, dass es aussieht, als steige Rauch aus der Erde. .

Dieses zarte Pflänzchen, das so schön und verträumt· aussieht, ist zu manchem gut. Es befreit den Menschen von vielen Schmerzen.

Wir trocknen seine grünen Teile, von denen wir die starken Stängel entfernen, während der Blütezeit von etwa Mai bis Juli in der prallen Sonne.

Wir selbst behandeln unsere Krankheiten nicht mit Erdrauch, sondern überlassen es den Fabriken, geeignete Arzneien aus ihm herzustellen. Bei schweren Erkrankungen gehen wir sowieso zum Arzt.

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