Brombeere

BROMBEERE

Brombeere

 

Bei uns gibt es über 200 Brombeerarten, allerdings einschließlich aller Kreuzungen und Unterarten. Das ist so viel, dass wir sie nicht unterscheiden können. Wir wollen einen Brombeerstrauch eben als Brombeerstrauch ansehen, welcher Art er auch immer angehört.

Wir sammeln nur seine Blätter ohne Stängel und trocknen sie im Schatten. Es ist allerdings zu empfehlen, eine Art auszusuchen, die nicht zu viele Dornen hat. Die Blätter des Strauches enthalten Gerbstoff und organische Säuren, wie Beinsteinsäure, Apfelsäure und Oxalsäure. Es ist erstaunlich, dass der Brombeerstrauch diese letztere Säure enthält, obwohl er nicht mit dem Sauerklee verwandt ist. Noch reichhaltiger sind seine Früchte! In den Brombeeren befindet sich Weinsäure, Salizylsäure und Zitronensäure. Dann enthalten sie noch Gummi, Zucker, Farbstoff und mehrere Vitamine.

Weil der Brombeerstrauch so sehr viele wertvolle Stoffe erzeugt, dürfen wir uns nicht wundern, dass sich die Menschen mit ihm von allen möglichen Krankheiten geheilt haben. Wir können auch für uns im Juni und Juli genügend Blätter sammeln, trocknen und ihren Absud als sehr guten Tee trinken. Er tut gut bei Erkältungen, Durchfällen und Entzündungen der Magen- und Darmschleimhäute.

Außerdem ist der Tee ein gutes Blutreinigungsmittel sowie ein Gurgelwasser. Man nimmt dazu zwanzig Gramm Blätter auf ein Liter Wasser und lässt es zwanzig Minuten kochen.

Auch der Beerensaft ist wertvoll. Dazu brauchen wir aber viele Beeren.

Noch besser schmeckt die -·Beere als Kompott oder als Marmelade.

Wenn wir einen Brombeerstrauch ausgraben, können wir auch die Wurzel zerkleinern und auf der Herdplatte trocknen. Aus naheliegenden Gründen wollen wir das aber nicht tun; denn der Brombeerstrauch ist eine der kostbarsten Heilpflanzen unserer Erde. Um nur die Wurzel haben zu wollen, ist es zu schade, im kommenden Jahr auf den ganzen Strauch und die wohlschmeckenden Beeren verzichten zu müssen.

Erntegut: Blätter (Juni-August), Früchte (August-Oktoher)

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